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Zuversicht überwiegt in der Thurgauer Wirtschaft

In der Thurgauer Industrie hat sich die Geschäftslage zuletzt leicht verbessert. Die Baukonjunktur läuft auf vollen Touren.
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Für die Thurgauer Industrie ist das Umfeld anspruchsvoll. Nach dem Ausbruch des Krieges im Nahen und Mittleren Osten sind die Zukunftserwartungen noch vorsichtiger geworden. Die Betriebe bleiben aber verhalten zuversichtlich. In den letzten Monaten hat sich die Geschäftslage in der Industrie leicht verbessert. Insbesondere der Auftragsbestand aus dem Ausland ist nicht mehr ganz so niedrig wie zuvor. Der Anteil Betriebe mit einem hohen Auftragsbestand aus dem Ausland stieg innerhalb von drei Monaten von 10% auf 25%. Zwei von drei Betrieben beschreiben eine ungenügende Nachfrage und mehr als die Hälfte zu geringe Auftragsbestände.

Steigende Einkaufspreise und unveränderte Produktion

Die infolge des Konflikts im Nahen und Mittleren Osten gestiegenen Energiepreise schlugen sich noch nicht sichtbar in der Ertragsentwicklung nieder. Die Erträge konnten im ersten Quartal nahezu gehalten werden. Für das zweite Quartal rechnet jedoch etwas mehr als die Hälfte der befragten Thurgauer Industriebetriebe mit höheren Einkaufspreisen. Diese können nur teilweise auf die Verkaufspreise überwälzt werden, was die Ertragslage belasten dürfte. Trotzdem überwiegt eine leise Zuversicht. Für das zweite Quartal gehen die Betriebe von einem leicht regeren Bestellungseingang und etwas höheren Exporten aus. Die Produktion dürfte jedoch trotz der minimen

Nachfrage im Bau zieht weiter an

Die Thurgauer Baubranche läuft auf vollen Touren. Die Bautätigkeit hat im ersten Quartal 2026 angezogen. Vielerorts wurde die Produktion durch Arbeitskräftemangel eingeschränkt – dies, obwohl zusätzliches Personal eingestellt wurde. Der Auftragsbestand gilt im Ausbaugewerbe als gross, im Bauhauptgewerbe bewegt er sich in einem üblichen Rahmen. Für das zweite Quartal erwarten die Baubetriebe eine weitere Belebung der Bautätigkeit. Auch die Nachfrage dürfte weiter anziehen. Entsprechend soll der Personalbestand weiter aufgestockt werden.

Sinkende Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote ging zuletzt – auch saisonal bedingt – zurück. Im April lag sie bei 2.3% und damit auf dem gleichen Stand wie ein Jahr zuvor. Die Unterschiede zwischen den Bezirken sind jedoch deutlich: Im Bezirk Arbon stieg die Arbeitslosenquote innert Jahresfrist von 3.0% auf 3.4%, während sie im Bezirk Münchwilen mit tiefen 1.8% sogar unter dem Vorjahresstand lag. Unter den Branchen ist die Arbeitslosenquote im Gastgewerbe (4.5%) und in der Metallbranche (3.8%) vergleichsweise hoch.