Wirtschaftsverbände spannen für Wahlen zusammen
Beni Rachad
Die Kampagne «Perspektive Schweiz», die sich im parteineutralen, magentafarbenen Stil präsentiert, macht schweizweit auf wirtschaftsund landwirtschaftsfreundliche Themen aufmerksam. Im Frühjahr startete die erste Phase der Kampagne mit einer Sensibilisierung der Bevölkerung auf sechs Kernthemen. In der zweiten Phase werden auf kantonaler Ebene konkrete Wahlempfehlungen für wirtschaftsund landwirtschaftsfreundliche Kandidaten abgegeben. Die Thurgauer Wirtschaftsverbände IHK, TGV und VTL beteiligen sich ebenfalls gemeinsam und verbandsübergreifend an der Unterstützung ihrer Kandidierenden.
Schweizweite Sensibilisierung im Frühjahr
Im ganzen Land werden Kernthemen aufgegriffen, um die gesellschaftliche Bedeutung der Wirtschaft und der Landwirtschaft vermehrt ins öffentliche Licht zu rücken. Die Kampagne betont deshalb die Wichtigkeit einer stabilen Wirtschaft für den Erhalt von über 4.5 Millionen Arbeitsplätzen in über 600 000 Schweizer Unternehmen. Diese Wirtschaft bildet auch die Grundlage, um die Finanzierung der Sozialwerke für zukünftige Generationen zu sichern. Jährlich erhalten etwa 170 000 Jugendliche ihre Ausbildung in Schweizer Unternehmen, was die Notwendigkeit einer soliden wirtschaftlichen Grundlage unterstreicht. Für den Schutz der Umwelt und des Klimas sind Innovationen und eine Kooperation zwischen Wirtschaft und Landwirtschaft wichtig. Die hiesige Landwirtschaft leistet einen bedeutenden Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Schweiz. Für eine zukunftsfähige Energieversorgung betont die Kampagne die Notwendigkeit von Innovationsfähigkeit und Vorreitergeist.
Kantonale Kampagnen ab dem Spätsommer
Nach den Sommerferien startete die zweite Phase der Kampagne in den Kantonen. Dazu werden kantonale Kandidierende empfohlen, die für wirtschafts- und landwirtschaftliche Themen einstehen. Die Industrie- und Handelskammer Thurgau, der Thurgauer Gewerbeverband und der Verband Thurgauer Landwirtschaft unterstützen verbandsübergreifend je zwei Kandidaten bzw. Kandidatinnen, die sich zur Wahl ins Parlament stellen. Die IHK portiert ihre Präsidentin Kristiane Vietze sowie Philipp Gemperle (beide FDP), der TGV den eigenen Präsidenten Hansjörg Brunner (FDP) sowie Diana Gutjahr (SVP) und der VTL Manuel Strupler sowie Eveline Bachmann (beide SVP).
Vertretung von Wirtschaft und Landwirtschaft im Parlament stärken
Mit dem Schulterschluss erhoffen sich die Wirtschaftsverbände, eine bessere Mobilisierung der Schweizer Bevölkerung für die Wahlen im Herbst zu erreichen und die wirtschafts- und landwirtschaftsfreundliche Vertretung im eidgenössischen Parlament bedeutend zu stärken.
