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Oberthurgauer Wirt­schaftsmeeting mit US-Wahlen im Fokus

Das 21. Oberthurgauer Wirtschaftsmeeting vom 6. November 2024 war erneut ein grosser Erfolg. Dennis Reichardt konnte als AVA-Präsident rund 160 Teilnehmenden aus der Oberthurgauer Wirtschaftsprominenz begrüssen. Neben Präsidentschaftswahlen standen die Bilateralen Verträge mit der EU und die Entwicklung des Saurer Areals 2 in Arbon auf dem Programm.
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Der Anlass, der jeweils von einer Oberthurgauer Arbeitgebervereinigung mit Unterstützung der IHK Thurgau durchgeführt wird, stand unter dem Einfluss der US-Präsidentschaftswahlen und den damit verbundenen globalen wirtschaftlichen Auswirkungen. Bis kurz vor dem Anlass war der Ausgang der Wahlen noch nicht definitiv bestätigt, was die Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Reto Föllmi und Prof. Dr. Christoph Frei von der Universität St. Gallen – moderiert von Sabine Bianchi – besonders spannend machte. Dass Christoph Frei direkt von seinen nächtlichen politischen Analysen vom TV-Studio in Zürich nach Arbon reiste, unterstrich die Brisanz und Aktualität des Themas. Die beiden Experten gaben eine erste Einschätzung zu den Wahlen und dem zunehmend deutlichen werdenden Resultat ab. Zudem diskutierten sie mögliche Auswirkungen auf die Politik und die Wirtschaft in Europa. Im Hinblick auf die Schweizer Wirtschaft war man sich einig, dass das wirtschaftspolitische Programm einer republikanischen Administration nicht per se negativ sein müsse. Eine Herausforderung könne der grosse Handelsüberschuss werden, den die Schweiz gegenüber den USA hat. Zudem könne davon ausgegangen werden, dass Europa zukünftig mehr Mittel in die eigene Verteidigung investieren müsse.

Politik hat falsches Bild von Unternehmen

Kris Vietze und Jérôme Müggler von der IHK Thurgau lieferten spannende Einblicke in die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Politik und Wirtschaft im Thurgau. Jérôme Müggler stellte den Anwesenden die Relevanz der Bilateralen Verträge für die Region Ostschweiz vor. Die Europäischen Union ist für die Ostschweizer Unternehmen die mit Abstand wichtigste Handelspartnerin – rund 60% der Exporte gehen dahin und etwa 74% der Importe kommen von dort. Entsprechend setzt sich die IHK Thurgau für stabile Handelsbeziehungen mit den europäischen Nachbarn ein und unterstützt die Weiterentwicklung der Verträge. Im gleichen wies Müggler darauf hin, dass die Knacknüsse der laufenden Verhandlungen wie die dynamische Rechtsübernahme, die Rolle des EuGH oder die Fragen zur Zuwanderung offen und transparent diskutiert werden. IHK-Präsidentin Vietze wies auf die Wichtigkeit von gut ausgebauten Verkehrswegen hin und die anstehende Abstimmung über den Ausbau der Nationalstrassen hin. Zudem gab sie ein Einblick in ihre Arbeit als Nationalrätin und erwähnte, dass Unternehmerinnen und Unternehmen in der Berner Politik ein zwielichtiges Image hätten. Das sei bedenklich und müsse korrigiert werden. Insbesondere weil Unternehmen einen grossen Teil des Steuersubstrats beitragen, Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und Treiber für Innovationen seien.

Vernetzung schafft Synergien

Besonderes Interesse weckte der Beitrag von Joas Läubli von der HRS Real Estate AG St. Gallen über die aktuellen Projekte auf dem ehemaligen Saurer-Areal, gefolgt von einem Rundgang, der bestehende Projekte und spannende Perspektiven für die künftige Nutzung aufzeigte. Abgerundet wurde der Anlass durch einen Networking-Lunch im Presswerk, bei dem die Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre Gelegenheit hatten, sich auszutauschen. Die AVA Arbeitgebervereinigung Region Arbon ist stolz, mit diesem Event eine Plattform für Austausch und Inspiration geschaffen zu haben, die zur Festigung der regionalen Wirtschaft beiträgt. «Vernetzung schafft Synergien und vor allem Vertrauen», resümierte der Präsident der Arbeitgebervereinigung, Dennis Reichardt und freute sich über das grosse Interesse. Der positive Nachhall des Meetings bestätigt die Relevanz solcher Veranstaltungen für unsere Region. 

 

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