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Apova AG – Beispiel einer Gschäftsmodell- Innovation

Geschäftsmodell-Innovation bezeichnet die bewusste Neugestaltung der Art und Weise, wie ein Unternehmen Werte schafft, vermittelt und erfasst. Wie das Thurgauer Technologieforum Firmen dabei unterstützt, zeigt das Beispiel von apova in Frauenfeld.
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Geschäftsmodell-Innovation als Chance für nachhaltiges Wachstum und Differenzierung

Sie geht über Produkt- oder Prozessinnovationen hinaus und hinterfragt bisherige Kundensegmente, Einnahmequellen und Partnerschaften grundlegend: Die Geschäftsmodell-Innovation. Sich ändernde Rahmenbedingungen und Marktherausforderungen, disruptive Technologien sowie die Neubetrachtung von Kundenbedürfnissen bieten Potenzial für Geschäftsmodell-Innovation. Wer sich allein auf bestehende Geschäftsmodelle verlässt, riskiert, von anpassungsfähigen Wettbewerbern verdrängt zu werden. Erfolgreiche und häufig genannte Beispiele für Geschäftsmodell-Innovationen reichen von Plattform-Lösungen wie bei AirB&B bis zu Pay-per-Use-Modellen, beispielsweise für Kopier-Geräte.

Rolle des Thurgauer Technologieforums

KMU erhalten beim Thurgauer Technologieforum kostenlos und unverbindlich Rat und Unterstützung. Das konkrete Angebot beinhaltet zum einen Veranstaltungen zur Inspiration sowie das Kennenlernen von methodischen Werkzeugen. Das Technologieforum ist aber auch Anlaufstelle für konkrete Innovationsvorhaben. Seine Fachleute ergründen im persönlichen Gespräch das Bedürfnis von Firmen, um diese mit den entsprechenden Instrumenten und Kontakten gezielt zu unterstützen. Das Angebot richtet sich primär an KMU aller Branchen und ist für Thurgauer Firmen kostenlos.

apova: Vom traditionellen Sanitärbetrieb zum Anbieter von sauberem Trinkwasser

Das Beispiel der apova AG zeigt, wie Geschäftsmodell-Innovation traditionelles Gewerbe neu definieren kann. Aus dem Sanitärhandwerk stammend, legt apova seinen Fokus heute konsequent auf die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser. Statt Erstinstallationen oder Reparaturen auf Zuruf, bietet das Unternehmen regelmässige, planbare Serviceleistung. Damit wird aus einem projektorientierten Geschäft eine Art Garantie-Abo für sauberes Trinkwasser mit regelmässigen Erträgen und fester Kundenbindung. Das Rückgrat dieses Geschäftsmodells sind standardisierte Prozess und erprobte IT-Systeme. Diese stellt apova Partnerfirmen in einem Franchising-Modell zur Verfügung und bietet damit für beide Seiten neue Wachstumschancen. Die Evaluation und Entwicklung des Franchising-Modells wurde durch das Ostschweizer Innovations-Netzwerk INOS mit einem kostenlosen Coaching gefördert. «Dank der Förderung und der Vermittlung durch das Technologieforum hatten wir Gelegenheit, mit einer renomierten Expertin für Franchising zusammenzuarbeiten. Sie hat uns aufgezeigt,
wie ein Franchising-Modell für uns und unsere Partner wertschöpfend wird.»